|
Was
ist das Asperger-Syndrom eigentlich? |
Aspies sind Menschen, die unter dem so genannten
Asperger-Syndrom leiden. Sie sind nicht selten hochintelligent
und wirken auf den ersten Blick allenfalls ein wenig schüchtern
oder kontaktscheu. Die Grenzen zwischen „normaler“
Schüchternheit und dem Asperger-Syndrom sind fließend.
Ärzte und Wissenschaftler sprechen von einem breiten „Autismus-Spektrum“,
auf dessen anderem Ende frühkindlicher Autismus liegt. (Quarks
& Co - 25.4.2006)
Aspies haben eine andere Wahrnehmung. Sie haben
Schwierigkeiten, Gefühle und Gedanken anderer zu erkennen.
Da rund 90 Prozent unserer Kommunikation nonverbal abläuft,
müssen sie das, was andere mühelos und instinktiv erfassen,
wie eine komplizierte Fremdsprache lernen.
Dennoch wird es auch bei größter
Anstrengung nicht zu vermeiden sein, dass man den "Akzent"
heraushört. Und wie bei einer Fremdsprache fällt das
berühmte "Zwischen-den-Zeilen-Lesen" schwer.
Oft bleibt Asperger, oder abgekürzt AS,
undiagnostiziert. Aspies können in der Arbeitswelt Nischen
finden, in denen sie gut zurecht kommen. Mehr noch, gewisse Attribute
eines milden Autismus können in Gesellschaften, in denen
systematische Intelligenz gut angeschrieben ist, durchaus als
adaptiv gelten: Zum Beispiel Bill Gates, der von vielen Autismus-Forschern
übereinstimmend als Aspie eingestuft wurde. (Artikel
dazu)
Nicht zuletzt deswegen und wegen anderer Berühmtheiten,
denen man Asperger nachsagt - wie z.B. Steven
Spielberg oder Einstein
- wird es mitunter auch „Little-Professor-Syndrom“
(engl.: geek) genannt. >mehr
dazu
>Weitere Berühmtheiten,
bei denen man Asperger vermutet.

Natürlich haben nur wenige Aspies dieses
Potential. Vor allem sind nicht alle dieser Spezialinteressen,
mit denen sich Aspies so intensiv beschäftigen, beruflich
verwertbar.
Mehr
zum Asperger-Syndrom |